Werkwoche vom 4.8.-8.8.2026

Werkwoche 2026: Ja zu leben in Ungewissheit und Unsicherheit

Ungewissheit und Unsicherheit gehören seit jeher zur Identität der Frohbotinnen – das machte bereits der Einstieg in die diesjährige Werkwoche deutlich. Ob der frühe Tod des Gründers Dr. Fasching, der Aufbruch bei der Werkversammlung 1968 oder der Weg vom Freundeskreis zum Verein „Frohbotschaft.heute“: Die Geschichte unserer Gemeinschaft ist von Veränderung geprägt. Manche eigenen Werke wurden im letzten Jahrzehnt geschlossen, andere veränderten sich – wie unsere Zeitschrift Dein Wort Mein Weg (zunächst Welt in Christus, danach Wort auf dem Weg) oder die ehemalige Buchhandlung Die Quelle, die heute als quelle.komm ein offener Begegnungsort ist. Es tat gut zu sehen, dass aus diesen Unsicherheiten immer wieder viel Gutes gewachsen ist, weil wir versucht haben unseren Sendungsauftrag stets an den Zeichen der Zeit auszurichten.

Genau um diese Sendung drehten sich auch die vielen offenen Gesprächsrunden:

  • Reflexion der neuen Leitungsstruktur: Wie wollen wir Gemeinschaft in Zukunft leben?
  • Alltag und Verbindlichkeit: In persönlichen Erzählrunden tauschten wir uns darüber aus, wie wir Verbindlichkeit und Finanzen im Alltag leben. Dieses Gespräch in offener Runde war an die Methode des synodalen Weges angelehnt. Das gute Zuhören schenkte jeder von uns neue Impulse und gab Anstöße für den Umgang mit diesen Themen in der Gesamtgemeinschaft.
  • Bedeutung von „Dein Wort Mein Weg“: Als Gesamtgemeinschaft sprachen wir über den Stellenwert der Zeitschrift, die für viele ein wertvoller Begleiter ist. Gleichzeitig öffnet sie den Blick auf die Bibel als unsere spirituelle Quelle weit über die Gemeinschaft hinaus.

Daneben richteten wir den Blick auch in die Vergangenheit, wie etwa beim Buchprojekt „Vom Anfangen“ über unsere Werke. Dieses Buch wird bei einem Festakt zum 80-jährigen Bestehen unserer Gemeinschaft im Rahmen der Ostertagung 2027 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Ein Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft war die Erneuerung der Gelübde, bei der wir auch unsere Jubilarinnen feierten: Ida Hollenstein (50 Jahre), Miriam Gramajo (40 Jahre), Waltraud Walser (30 Jahre) und Gerda Willam (25 Jahre). Die Dankbarkeit für ihren treuen gemeinsamen Weg verbindet sich mit der Entscheidung jeder einzelnen Frohbotin, ihre Sendung immer wieder neu zu leben. Wie das ganz konkret aussieht, erzählten zwei: Miriam Gramajo berichtete aus Guatemala und Rosalia Kohler erzählte von ihrem Leben heute.

Ein fester Schwerpunkt der Werkwoche war zudem das Erleben der gemeinsamen Spiritualität in den liturgischen Feiern. Die sorgfältige Vorbereitung durch verschiedene Frohbotinnen und die gemeinsamen Gesangsproben halfen dabei, einen Raum zu schaffen, der die Begegnung mit Gott – persönlich und als Gemeinschaft – in besonderer Weise spürbar machte.

Die Impulse und Anregungen dieser Woche wollen wir als Gemeinschaft mit Blick auf unsere Zukunft aufnehmen und in den entsprechenden Gremien und Gruppen weiterdiskutieren.

Gerda Willam

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