Pfingsttreffen vom Verein Frohbotschaft.Heute und den Frohbotinnen am 23. Mai 2026
Was bedeutet Synodalität in der und für die Kirche?
Am Samstag vor Pfingsten waren wir - 33 TeilnehmerInnen - beim alljährlichen ganztägigen Gesamttreffen dabei. Alle zwei Jahre wird es gemeinsam mit den Frohbotinnen mitvorbereitet.
Im Glauben an die Stärkung durch den pfingstlichen Hl. Geist wollen wir miteinander beten, wertschätzend aufeinander zugehen, einander zuhören, aktiv mitgestalten und voneinander lernen. Marlies Enenkel-Huber ist als Expertin dabei. In ihrem Impulsreferat zum Thema „Synodaler Weg und Synodale Gesprächsführung“ informiert sie uns über Grundhaltung, Bedeutung, Herkunft und Ursprung des Synodal-Unterwegs-Seins im Sinne der Weltsynode in Rom, initiiert von Papst Franziskus.
Mehr als bei einer reinen Methode handle es sich hierbei um eine geistliche, jesuanische Praxis im Hören auf Gott und das Kirchenvolk. In der praktischen Umsetzung eines synodalen Gesprächs zur Fragestellung „Welche gesellschaftlichen Umbrüche beschäftigen uns derzeit? Was bedeutet Frohbotschaft mitten in der Welt für uns heute?“ teilen wir uns in 3 Gruppen auf. Jede Gruppe bekommt eine synodal erfahrene Leitung zugewiesen. Ein genau vorgegebener strukturierter Ablauf regelt das synodale Gespräch. Sanduhren begrenzen die Dauer der einzelnen Wortmeldungen.
Zusammenfassend haben wir erkannt: der Synodale Weg bringt uns zusammen, er ist ein Prozess, der Geduld voraussetzt. Sein Ziel ist klar formuliert und lautet: Wo will ich/ wollen wir hin? Daher ist die Fragestellung von entscheidender Bedeutung. Sie sollte immer mit den Verantwortlichen der jeweiligen Gruppe gemeinsam formuliert werden.
Angesichts der Plakate mit gesammelten Ergebnissen zu den Gruppenphasen, waren wir fassungslos vor Staunen über die reichhaltige Ernte, die wir als Gemeinschaft am Ende unseres heutigen Treffens einfahren durften: Alle teilnehmenden Personen konnten sich konstruktiv und persönlich äußern, wurden ernst genommen und gehört.
Darum haben wir am Ende unseres Gesamttreffens genug Grund, Erntedank zu feiern. Wir genießen die selbstgebackenen Kuchen zu röstfrischem Kaffee. Anschließend feiern wir miteinander Gottesdienst, für meine Begriffe im allerschönsten sakralen Raum, den das Bildungshauses zu bieten hat - der schlichten Kapelle.
Insgesamt ein sehr lehrreiches, effizientes und gelungenes Treffen! Vielen Dank an unsere kompetente Referentin, an alle TeilnehmerInnen und das tüchtige freundliche Team im BH Batschuns.
Irene Sturn