Heimgang von Hildegard Braun am 21.5.2026

Aus dem Leben von Hildegard Braun

Hildegard Braun wurde am 27. September 1939 in München geboren.
Sie verbrachte ihre Kindheit im Krieg, in Luftschutzkellern, bei Bombenangriffen, es war für sie eine schreckliche Zeit. Hunger und Kälte waren Lebensalltag für sie.
Die Volksschule und die Mittelschule besuchte sie in München.
Hildegard war eine begeisterte und gute Leichtathletin.
Von 1955 bis 1970 war sie beim bayrischen Bauernverband beschäftigt.
1970 kam sie nach Aachen um die Fachhochschule für Sozialarbeit zu besuchen, die sie 1973 abgeschlossen hat. Anschließend absolvierte sie das sogenannte Anerkennungsjahr in München.
1970, trat sie auch der Gemeinschaft Werk der Frohbotschaft bei, wo sie 1973 ihre ersten Gelübde ablegte und 1982 die ewigen Gelübde.
Nach ihrer Ausbildung als Sozialarbeiterin war sie in einem Frauengefängnis in München beschäftigt. Es war Leidenschaft, wie sie bei diesen Frauen ihren Dienst tat.

Sie schreibt mit eigenen Worten, auf die Anfrage: Wofür brennst du?
„Seit je her brenne ich im Sinne von Lukas 4, 18 (Frohbotschaft für Arme, Ausgegrenzte, für Blinde und Lahme)
„An der Seite von straffälligen Frauen, von aus dem Gefängnis Entlassenen, die „von vorne“ beginnen mussten, von jenen, die wenig Anerkennung finden und für Menschen ohne Obdach und Würde bemühe ich mich, um mehr „Würde und Leben“. Ich höre gerne jenen zu, die ein Ohr suchen. Leidenschaftlich engagiere ich mich um Gerechtigkeit für „kleine“ Leute“.

In ihrem Geistlichen Testament hinterließ Hildegard die Worte:
Vergesst Gefangene nicht.
Vergesst „Kleine“ nicht
ER geht alle Wege mit.

Und den Absatz aus unserer Regel:
Unser Auftrag verpflichtet uns vor allem jenen Menschen, die an der Last ihres Lebens tragen, die benachteiligt, gedemütigt, ausgebeutet sind. Wir müssen feststellen, dass die Lebenschancen unterschiedlich gegeben und vor allem die Güter, die zum Leben gebraucht werden, ungerecht verteilt sind.

Bis zuletzt hat sie ihren Auftrag erfüllt. Im Heim war sie hilfsbereit zu allen, sie hat sich um Mitbewohnerinnen gesorgt, ist mit ihnen im Gang spaziert, war freundlich zu allen, sie war Hildegard und als diese hat sie nun das irdische Leben vollendet. Wir danken ihr für ihr Lebenszeugnis.

 

Todesanzeige

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