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1961
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Beginnt Frau Dr. Irmgard Prestel mit Unterstützung
des damaligen Bischofs Rosenhammer mit den Vorbereitungen für eine
ländliche Hauswirtschaftsschule und gibt so eine erste Antwort auf
fehlende Bildungsmöglichkeiten für Mädchen der kleinen Dörfer im
Umland von San Ignacio de Velasco.
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1966
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Das Werk der Frohbotschaft Batschuns, ein österreichisches
Säkularinstut, hat die Einladung Bischof Rosenhammers zur Mitarbeit
an diesem Projekt angenommen und beginnt in Zusammenarbeit mit dem
österreichischen Institut für internationale Zusammenarbeit (IIZ)
und zwei Mitgliedern der Gemeinschaft mit dem Aufbau der GRANJA
HOGAR.
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1968
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Am 4. März ist der erste Schultag für 17 Schülerinnen
der neuen dreijährigen Hauswirtschaftschule. Es gibt nun auch schon
ein Internat für 22 Schülerinnen. Am 9. Juni, dem Pfingstfest, wird
die Schule offiziell eröffnet und eingeweiht. Seither ist Pfingsten
alljährlich der Festtag der GRANJA HOGAR.
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1969
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Die GRANJA HOGAR wird als dreijährige Hauswirtschaftsschule
offiziell anerkannt und wird dem Schultyp „Intermedio" des damals
neuen Schulsystems zugeordnet.
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1971
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Beginnt Steffi Reiterer, Mitglied des Werkes der
Frohbotschaft, ein zukunfts-weisendes Projekt mit den ersten Absolventinnen
der GRANJA HOGAR: Die Idee einer engen Verbindung von Schule und
ländlicher Erwachsenenbildung gewinnt erste Konturen. Absolventinnen
werden für die Weitergabe der an der GRANJA HOGAR erworbenen Kenntnisse
vorbereitet und können so auch ein wenig verdienen.
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1974
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Vom Österreichischen Entwicklungshelferdienst (ÖED)
der Katholischen Aktion Österreichs werden fortan bis 1992 Entwicklungshelferinnen
zur Mitarbeit an der GRANJA HOGAR entsandt.
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1975
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Es zeigt sich mehr und mehr, dass viele Mädchen
armer Landarbeiterfamilien nur wenige Klassen der Grundschule besuchen
und so zu geringe Voraussetzungen für den Besuch der GRANJA HOGAR
mitbringen. Es wird daher auf Wunsch vieler Eltern in den großen
Ferien ein Vorbereitungskurs, der 1-2 Monate dauert, angeboten.
Dies geschieht dann auch in den folgenden 7 Jahren.
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1982
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Die GRANJA HOGAR erfreut sich bereits grosser Beliebtheit
und vergrößert das Internat. Es können nun ca. 60 Schülerinnen hier
wohnen.
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1988
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Um den Wunsch nach einer gründlichen Evaluation
der gesamten GRANJA HOGAR zu realisieren, wird ein anerkannter Pädagoge
aus Paraguay, Dr. U. Chamorro, zur Mitarbeit eingeladen. Die einzelnen
Bereiche werden durchleuchtet und zum Teil neu strukturiert. Mit
Senora Prof.Nicia Mattos de Kenning übernimmt erstmals eine Bolivianerin
die Leitung der Schule. Die einzelnen Bereichsverantwortlichen und
eine eigene Leiterin der Verwaltung bilden gemeinsam mit ihr eine
„kollektive Leitung".
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1989
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Es werden Workshops zur Weiterbildung der Lehrer
organisiert, da der Weiterqualifi-zierung des Lehrpersonals eine
hohe Priorität eingeräumt wurde.
Der Tod der langjährigen Direktorin der GRANJA HOGAR (16 Jahre),
Frau Lotte Salzgeber, hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
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1990
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Die Verantwortlichen der einzelnen Organisationsbereiche
versuchen mit Experten und ihren Mitarbeiterinnen neue Akzentsetzungen
zu suchen; so zum Beispiel für die ländliche Erwachsenenbildung.
Ein besonders interessanter und mutiger Versuch sind Workshops mit
Eltern der Schülerinnen, in denen alle Neuerungen vorgestellt und
diskutiert wurden. Die Beziehung zwischen Schule und Eltern, zwischen
Schule und den Herkunftsdörfern der Schülerinnen wird dadurch spürbar
vertieft. Viele sehen eine neue Verantwortlichkeit für ihre GRANJA
HOGAR. In diesen Prozessen der Neuorientierung erweist sich die
intensive Zusammenarbeit mit dem bereits erwähnten IIZ, Wien als
besonders hilfreich.
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1994
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Eine neue Schulreform bringt neuerdings grosse
Veränderungen, die eine langjährige Diskussion zu einer raschen
Antwort zwingt. Für sehr viele Berufe, die den Schülerinnen armer,
ländlicher Bereiche auch zugänglich sein sollten, benötigt man in
Bolivien einen Mittelschulabschluss - Abitur/ Matura. Der Schultyp
des Intermedio, der die GRANJA HOGAR bisher zugeordet war, ist nach
der Reform nicht mehr möglich. So wird nach vielen Überlegungen
der Beschluss gefasst, dass die GRANJA HOGAR die 6./7./8. Klasse
der Grundschule und ein Oberstufengymnasium führt, in das bevorzugt
Mädchen von Landarbeiterfamilien (familias campesinas) aufgenommen
werden.
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1995
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Werkstätten für Keramik und Weberei werden neu
errichtet.
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1997
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Es beginnt die 1. Klasse des Oberstufengymnasiums
(Secundaria).
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1998
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Das Internat wird abermals um einen Trakt erweitert.
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1999
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Durch die Mitarbeit österreichischer Zivildiener
kann mit dem Einbezug eines qualifizierten EDV-Unterrichtes begonnen
werden. Er wird von Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrern und Mitarbeiterinnen
der Administration sehr engagiert angenommen.
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2000
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Im November entlässt die GRANJA HOGAR die ersten
Abiturientinnen/ Maturantinnen. Es ist ein Bachillerato Pedagogico
(Matura mit pädagogischem Schwerpunkt), das den Absolventinnen
u.a. auch die Möglichkeit eröffnet an Grundschulen ihrer Regionen
zu unterrichten. Da ab der 2. Klasse Secundaria auch eine spezialsierte
praktische Ausbildung verpflichtend ist, hat praktisch jede Absolventin
auch einen Lehrabschluss (entweder Keramik, Weben, Kochen oder
Nähen).
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